Blutquelltal

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Blutquelltal
Blutquelltal - von Mika Nebraa
Hauptstadt Nekropole Falkenbach
Gebietsbezeichnung Fürstentum
Herrschaftsform Halbautonome Region
Wirtschaftsform Feudalismus
Herrschaftsform Absolute Monarchie
Herrscher Xenos Nebraa
Einwohner [Einwohner]
Währung Gredim
Religion Nebraa-Totenkult
Nachbarn Radonum Forst

Das Blutquelltal ist eine Region im Kaiserreich, mit langer, teils dunkler Geschichte. Gelegen im Neavor-Gebirge, grenzt es an den Radonum Forst. Das Tal gehört zum im 10. Jahr der 3. Ära gegründeten Freien Fürstentum Nebraa und genießt durch besondere Vereinbarungen weitreichende Autonomie gegenüber dem Kaiserreich. So ist die Region von den sonst gültigen kaiserlichen Gesetzen befreit, was unter anderem ermöglicht, dass Nekromantie oder andere dunkle Künste innerhalb des Tals erlaubt sind. Das wiederum ermöglicht eine auf dem Kontinent einmalige Gesellschaftsform und Entwicklung. Beispielhaft hierfür sind der im Tal praktizierte Nebraa-Totenkult, die geduldete Vampirherrschaft in Rabenberg oder auch die dort ansässige Noctivagus Akademie.

Grundlegende Informationen

Topografie

Das Blutquelltal ist das größte Tal des Neavor-Gebirges. Es erstreckt sich um fast 150 Kilometer in das Bergmassiv hinein, wobei das Tal sich ebenfalls stetig anhebt, je tiefer man hinein geht. Die stärksten Erhebungen liegen zwischen den Ruinen von Schloss Trinistad und der Nekropole Falkenbach und ziehen sich hinüber bis zur Rotburg und nach Aurelium, wo dann sogar Steilwände die Landschaft durchbrechen. Ein erneut starker Anstieg ereignet sich erst um Morafurt und schließt das Tal nach Norden hin ab.

Durch das Tal bahnt sich die Mora ihren Lauf. Dieser für Atra-Regnum bedeutende Fluss hat seinen Ursprung weit nördlich von Morafurt und wächst schnell auf stattliche Größe an, sodass er seither eine natürliche Barriere bildet. Der reißende Bach beruhigt sich erstmals rund um Rabenberg, wo er fast schon einen tief in die Erde eingefurchten See zu bilden scheint. Hinter Viktorhütte nimmt die Mora dann jedoch wieder fahrt auf und wird zu einem immer tiefer werdenden, reißenden Bergfluss, welcher sich erst am Ausgang des Tals wieder etwas beruhigt. Bei Moraquell mündet zudem der Falkenbach in die Mora. Ein nicht weniger schneller Gebirgsfluss, der weiter nordwestlich entspringt und parallel zur Mora verläuft.

Die Grenzen des Tals sind durch steile Schieferhänge leicht auszumachen, bevor die Vegetation völlig verschwindet und den fast schon schwarzen, steil empor ragenden, Wind und Wetter ausgesetzten Gabbro freigibt, aus dem das Neavor-Gebirge hauptsächlich besteht. Neben der südlich gelegenen Öffnung ins Tal gibt es nur eine offizielle Passage durch das Gebirge. Sie verbindet das Blutquelltal mit dem Radonum Forst und beginnt in der Nekropole Falkenbach. Darüber hinaus gibt es nur wenige unerschlossene Wege tiefer hinein ins Gebirge.

Kultur

[Kultur, grundsätzliches Leben; Was tut die Bevölkerung? Wofür ist das Land bekannt?]

Demografie & Einwohner

Das Blutquelltal wird fast ausschließlich von Menschen bewohnt. Die größte Gruppe bilden dabei die Hal-Mar. Während der ersten und zweiten Nebraa-Herrschaft über das Tal bewohnen zudem viele Untote und andere Kreaturen legal das Tal. Gerade die Untoten sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Sie sind durch den nekromantischen Einfluss und den einmaligen Totenkult gut integriert und können ein verhältnismäßig freies Unleben führen. Zudem sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Sie arbeiten in den Wäldern, helfen auf Baustellen oder schuften in den Bergen. Auch für die Verteidigung der Region sind sie elementar. Beseelte Untote führen sogar Geschäfte, leiten Einsatztrupps oder treiben die Forschung voran. Sie stehen den Lebenden in nichts nach.

Während Dunkelelfen und Dämonen sich aufgrund des Blutquellfluches nicht im Tal niederlassen, gibt es zahlreiche Minderheiten an Wesen, die im Rest Atra-Regnums weniger gern gesehen sind. Diese leben auch verhältnismäßig offen, statt sich zu verstecken, wie es sonst für sie üblich wäre. Beispiele hierfür sind Vampire, Ghoule, Werwölfe oder auch Geist- und Mischwesen.

Die größte Stadt des Tals ist Moraquell, welches während der Präfektur-Zeit Hauptstadt war. Weitere große Städte sind Münzbaden und Rabenberg. Zählt man auch die Untoten hinzu, ist Nekropole Falkenbach, die neue Hauptstadt des Blutquelltals, die größte Stadt. Andernfalls ist sie eine der kleinsten Städte der Region, auch wenn sie Kapazitäten für viel mehr Bevölkerung hätte.

Militär

Fürstentum Morasprung In der Zeit des Fürstentums Trinistad hatte das damalige Morasprung-Tal ein sehr gut ausgebildetes und ausgerüstetes Heer von knapp 800 Mann. Durch die anhaltende latente Bedrohung durch die Dunkelelfen und die instabile Zeit im Kaiserreich war dies auch zwingend nötig. Glücklicherweise war das Tal recht wohlhabend und konnte sich ein gutes Militär leisten. Schlussendlich machte sich das bezahlt als im Zuge des Sudamekrieges die Dunkelelfen tatsächlich versuchten das Tal im daraufhin ausbrechenden Blutquellkrieg einzunehmen.

Fürstentum Nebraa Nachdem das ursprüngliche Morasprung-Heer im Grunde vernichtet war, bauten die Nebraa-Fürsten eine neue Streitmacht auf. Diese war jedoch wesentlich kleiner, da man sich auf den Wiederaufbau und Ausbau der Region konzentrierte. Zudem fiel die Bedrohung durch die Dunkelelfen weg und auch das Kaiserreich befand sich in einer Phase der Stabilisierung. Ein kleines Militär war daher ausreichend. Die Besonderheit der neuen Streitkräfte war allerdings, dass sie fast vollständig aus Untoten des etablierten Totenkultes bestanden.

Präfektur Blutquelltal Nach dem Ende der Nebraa-Herrschaft war auch das Militär in der Region nicht mehr vorhanden. Die Region stand nun unter der Leitung von Präfekten, die direkt dem Kaiser unterstellt waren. Eigene Streitkräfte wurden daher für überflüssig empfunden. Die Regionalverteidigung setzte sich im Ernstfall aus Stadtwachen und Milizen zusammen, bis kaiserliche Truppen das Tal erreichten. Das änderte sich auch nicht mit dem Beginn der dunklen Konvergenz. Zu diesem Zeitpunkt wurde zwar noch versucht ein fester Trupp zu etablieren, allerdings fehlte es an militärischer Führung und Ausbildung sowie an finanziellen Mitteln.

Freies Fürstentum Nebraa Als Xenos die Herrschaft über das Blutquelltal übernahm, brachte er einige adäquate Kämpfer mit sich. Außerdem reaktivierte er die untote Verteidigung des alten Fürstentums, sofern diese noch vorhanden war. In der folgenden Zeit baute er die Streitkräfte des Tals stark aus. Dabei setzt der junge Nekromant vor allem auf Masse statt Qualität. So hat das Blutquelltal zeitweise ein Heer von mehr als 10000 Soldaten. Diese dienten vorrangig zur Unterstützung außerhalb des Tals. Das Tal war selbst war weiterhin vor den Dunkelelfen geschützt und auch sicher vor den Dämonen der dunklen Konvergenz. Erst später rückte die Verteidigung wieder in den Fokus der Streitkräfte. Mit dem verpöhnten Einsatz Untoter hatte das Tal viele Feinde über sich gebracht.

Technologisches Niveau

Als das Blutquelltal noch unter dem Namen Moraquell-Tal bekannt war, war es einer der Vorreiter im Bergbau. Das reiche Tal hatte genügend Mittel sogar selbst zu forschen. Im Kaiserreich waren Vorarbeiter, Mineure und auch Ingenieure aus dieser Region sehr gefragt. Im Laufe der Zeit und mit der Verarmung der Region fiel das Tal jedoch auch in seiner Entwicklung zurück und galt lange als eher rückständig und provinzial. Erst mit Beginn der zweiten Nebraa-Herrschaft steuert das Tal langsam in eine neue Blütezeit zu. Maßgebende Faktoren sind die zurückkehrende Wirtschaftsleistung der Region durch den Einsatz von Untoten als auch die Förderung durch hochelfische Sponsoren wie Tenzo Nagajashi. So arbeitet sich das Blutquelltal stetig wieder voran, um ein neues fortschrittliches Niveau zu erreichen.

Bildung

Mit der Akademie von Rabenberg besaß das Tal lange Zeit einen erheblichen Bildungsvorsprung gegenüber anderen Regionen. Rabenberg war als Studentenstadt weithin bekannt für sein außergewöhnlich breites und praxisnahes Lehrangebot und zog Gelehrte wie Wissbegierige aus ganz Atra-Regnum an. Berühmt waren vor allem das geologische und historische Institut. Mit teuren Stipendien wurde zudem die eigene Bevölkerung gefördert.

Als Reaktion auf den Bedeutungsverlust als Bergbauregion wurde die Akademie zur Zeit der ersten Nebraa-Herrschaft dann stark erweitert. Ein Lehrstuhl für Medizin wurde geschaffen. Später richtete man neben der wissenschaftlichen Forschung auch Lehrstühle für arkane Künste ein. Neben klassischer Zauberkunde fanden auch dunkle Magie, Totenkunde und Nekromantie im neuen Noctivagus Kolleg ihren Platz. Das machte die Akademie zu eine der wenigen offiziellen Lehrstätten für jene Künste auf dem Kontinent.

Während der Nekromantenverfolgung geriet die Akademie jedoch in Verruf und wurde mit dem Ende der Nebraa-Herrschaft gänzlich geschlossen. Damit sank auch der Bildungsstand im Tal rapide. Verbliebene Fachkräfte wanderten ab und neue Bildungsangebote wurden für die restliche Bevölkerung nicht geschaffen. Bildung blieb ab diesem Punkt wieder den Adligen vorbehalten.

Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert zugemessen. Mit hochelfischer Förderung wurden nicht nur zwei Schulen in Moraquell und Münzbaden eröffnet sondern auch die Akademie in Rabenberg unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet. Diese konzentrierte sich künftig fast ausschließlich auf die magische Ausbildung. Dabei jedoch von klein auf. Lediglich ein kleiner Lehrstuhl für Geschichte wurde wieder etabliert. Der medizinische Lehrstuhl zog in das neue Krankenhaus nach Moraquell.

Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Mit hochelfischer Förderung entstanden nicht nur Schulen in Moraquell und Münzbaden, sondern auch die Akademie in Rabenberg wurde unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet.

Dabei änderte sich ihr inhaltlicher Schwerpunkt grundlegend. Die Einrichtung verstand sich fortan nicht mehr als wissenschaftliche Hochschule im klassischen Sinne, sondern als geschlossene Ausbildungsstätte für magisch Begabte. Der Unterricht begann bereits in jungen Jahren und führte die Schüler über aufeinander aufbauende Klassenstufen bis hin zur weiterführenden arkane Spezialisierung.

Allgemeinbildende Fächer wurden nur noch in grundlegender Form vermittelt und dienten vor allem der Einbettung magischer Lehre. Von den einst zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen blieb allein ein stark verkleinerter Lehrstuhl für Geschichte bestehen. Der Lehrstuhl für Medizin zog in das neue Lehrkrankenhaus nach Moraquell. Die unteren Ausbildungsstufen waren im ehemaligen geologischen Institut untergebracht, dessen alte Hallen fortan den ersten Unterricht der Novizen beherbergten.

Von Beginn an nahm die Noctivagus Akademie zudem auch Wesen jenseits der gängigen humanoiden Völker auf. Vampire, Ghoule und andere magische Wesen erhielten hier erstmals Zugang zu einer offiziellen, staatlich geduldeten Ausbildung. Damit war die Akademie die einzige anerkannte Lehrstätte des Kontinents, die sowohl magische Schulbildung als auch akademische Forschung betrieb und dabei bewusst keine Unterscheidung zwischen Lebenden und Untoten machte.

Politik

Hierarchische Struktur

Während der Zeit der Präfektur unterstand das Tal einem kaiserlichen Präfekten. Da das Gebiet zugleich drei Grafschaften umfasste, war dieser regelmäßig gezwungen, sich mit den drei Grafen abzustimmen, die ihm rangmäßig eigentlich höhergestellt waren. Da der Präfekt jedoch direkt dem Kaiser diente, konnte er in entscheidenden Situationen dennoch genügend Autorität ausüben, um die Grafen zu übergehen. Diese widersprüchliche Machtverteilung führte zu erheblichen politischen Spannungen, sodass sich die einzelnen Grafschaften zunehmend voneinander und von der Zentralverwaltung isolierten.

Mit dem Übergang zum Freien Fürstentum Nebraa wurde die hierarchische Ordnung neu geregelt. An der Spitze stand fortan der Fürst selbst, in Person von Xenos Nebraa, dem die Grafen nun eindeutig untergeordnet waren. Als absolutistischer Herrscher konnte er Entscheidungen gänzlich allein treffen, ohne die Grafen formell einzubeziehen. Um die verhärteten Fronten der Vergangenheit jedoch aufzubrechen, legte Xenos großen Wert darauf, die Grafen nicht vollständig auszuschließen. Zu diesem Zweck etablierte er einen Rat mit Sitz in Moraquell, um einen regelmäßigen Austausch mit den Grafen und Stadtsprechern des Tals zu ermöglichen. Der Rat besaß zwar keinerlei Entscheidungsgewalt, doch wurden seine Vorschläge und Einwände ernsthaft geprüft und flossen nicht selten in die finalen Beschlüsse ein.

Ziele & Ideale

[verfolgte Ziele und Ideale; Wofür steht das Land?]

Außenpolitische Beziehungen

Das Blutquelltal nimmt außenpolitisch eine schwierige Stellung ein. Mit seiner offen nekromantischen Führung und der daraus resultierenden morbiden Gesellschaftsform ist das Fürstentum starker Ablehnung und Anfeindung ausgesetzt. Wenngleich die Nekromantie im Kaiserreich nicht mehr verboten ist, gilt sie weiterhin als geächtet. Hinzu kommt, dass das Tal seine Rechte als freies Fürstentum bewusst weit auslegt, was ebenfalls vielerorts auf Missfallen stößt. Dazu zählt insbesondere die Tolerierung sowie die Gewährung von Zuflucht für Vampire und andere gemeinhin als böse erachtete Wesen.

Aus diesen Gründen ist das Blutquelltal politisch weitgehend isoliert. Diese Isolation wird jedoch nicht nur hingenommen, sondern aktiv akzeptiert. Das Fürstentum verfolgt eine ausdrücklich isolationistische Politik und zeigt wenig Interesse daran, diese Haltung aufzugeben. Durch den Einsatz und die Unterstützung der Untoten ist das Tal in der Lage, sich größtenteils selbst zu versorgen und zugleich einen gewissen Wohlstand wiederaufzubauen. Entsprechend bestehen nur wenige, gezielt kontrollierte Handelswege. Trotz aller Vorbehalte bleibt das Interesse an Gold und Rohstoffen aus dem Tal bei vielen Nachbarn ungebrochen. Anzumerken ist zudem, dass die Dunkelelfen jenseits des Neavor-Gebirges dem Blutquelltal offener gegenüberstehen als die meisten menschlichen Reiche innerhalb des Kaiserreiches.

Inmitten dieser weitgehenden Ablehnung besteht lediglich ein Bündnis mit dem Fürstentum Keysuke. Dieses konnte sich die Nebraa-Fürstenfamilie durch die lange gemeinsame Geschichte beider Häuser bewahren. Obwohl auch die Familie Keysuke Vorbehalte gegenüber der Nekromantie hat, war sie es, die eine Erneuerung des Bündnisses ohne Zögern anbot.

Wirtschaft

Ressourcen

[vorhandene Ressourcen]

Landwirtschaft & Industrie

[Was wird wo im Land erzeugt? Welche Regionen sind besonders wertvoll für die Produktion?]

Infrastruktur

[Wie sind die Wegenetze ausgebaut? (Land/Wasser) Was wird am meisten verwendet? Gibt es Zölle oder Maut? Fördert die Regierung den Ausbau? Werden Transporte geschützt? Welche Regionen sind besonders gut/schlecht angebunden?]

Handel

[Was wird importiert und exportiert? Mit wem wird gehandelt?]

Geschichte

[Geschichte: Abriss von Gründung bis Auflösung]

Religion

Einstellung

[Welche Religionen werden verehrt? Was ist die Hauptreligion? Wie steht die Regierung zur Religion? Gibt es Verbote? Wie äußert sich der Glaube in der Bevölkerung? Welche Schichten glauben an was?]

Klerus

[Hierarchie der Geistlichen; Wie treten Religionen auf?]

Einfluss auf Politik

[Welchen Einfluss hat die Religion auf das politische Leben? Übt sie (un)absichtlich Druck aus?]

Mythen & Legenden

[Welche Mythen und Legenden ranken sich um das Land?]

Trivia

[Sonstige Fakten in Stichpunkten]