Blutquelltal: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Blutquelltal ist eine Region im [[Kaiserreich]], mit langer, teils dunkler Geschichte. Gelegen im [[Neavor-Gebirge]], grenzt es an den [[Radonum Forst]]. Das Tal gehört zum im 10. Jahr der 3. Ära gegründeten [[Freies Fürstentum Nebraa | Freien Fürstentum Nebraa]] und genießt durch besondere Vereinbarungen weitreichende Autonomie gegenüber dem Kaiserreich. So ist die Region von den sonst gültigen kaiserlichen Gesetzen befreit, was unter anderem ermöglicht, dass [[Nekromantie]] oder andere dunkle Künste innerhalb des Tals erlaubt sind. Das wiederum ermöglicht eine auf dem [[Atra-Regnum (Kontinent) | Kontinent]] einmalige Gesellschaftsform und Entwicklung. Beispielhaft hierfür sind der im Tal praktizierte [[Nebraa-Totenkult]], die geduldete Vampirherrschaft in [[Rabenberg]] oder auch die dort ansässige [[Noctivagus Akademie]].
Das Blutquelltal ist eine Region im [[Kaiserreich]], mit langer, teils dunkler Geschichte. Gelegen im [[Neavor-Gebirge]], grenzt es an den [[Radonum Forst]]. Das Tal gehört zum im 10. Jahr der 3. Ära gegründeten [[Freies Fürstentum Nebraa | Freien Fürstentum Nebraa]] und genießt durch besondere Vereinbarungen weitreichende Autonomie gegenüber des Kaiserreiches. So ist die Region von den sonst gültigen kaiserlichen Gesetzen befreit, was unter anderem ermöglicht, dass [[Nekromantie]] oder andere dunkle Künste innerhalb des Tals erlaubt sind. Das wiederum ermöglicht eine auf dem [[Atra-Regnum (Kontinent) | Kontinent]] einmalige Gesellschaftsform und Entwicklung. Beispielhaft hierfür sind der im Tal praktizierte [[Nebraa-Totenkult]], die geduldete Vampirherrschaft in [[Rabenberg]] oder auch die dort ansässige [[Noctivagus Akademie]].


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Die Grenzen des Tals sind durch steile Schieferhänge leicht auszumachen, bevor die Vegetation völlig verschwindet und den fast schon schwarzen, steil empor ragenden, Wind und Wetter ausgesetzten Gabbro freigibt, aus dem das Neavor-Gebirge hauptsächlich besteht. Neben der südlich gelegenen Öffnung ins Tal gibt es nur eine offizielle Passage durch das Gebirge. Sie verbindet das Blutquelltal mit dem [[Radonum Forst]] und beginnt in der Nekropole Falkenbach. Darüber hinaus gibt es nur wenige unerschlossene Wege tiefer hinein ins Gebirge.
Die Grenzen des Tals sind durch steile Schieferhänge leicht auszumachen, bevor die Vegetation völlig verschwindet und den fast schon schwarzen, steil empor ragenden, Wind und Wetter ausgesetzten Gabbro freigibt, aus dem das Neavor-Gebirge hauptsächlich besteht. Neben der südlich gelegenen Öffnung ins Tal gibt es nur eine offizielle Passage durch das Gebirge. Sie verbindet das Blutquelltal mit dem [[Radonum Forst]] und beginnt in der Nekropole Falkenbach. Darüber hinaus gibt es nur wenige unerschlossene Wege tiefer hinein ins Gebirge.
==Kultur==
[Kultur, grundsätzliches Leben; Was tut die Bevölkerung? Wofür ist das Land bekannt?]


==Demografie & Einwohner==
==Demografie & Einwohner==
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==Bildung==
==Bildung==
Mit der [[Noctivagus Akademie | Akademie]] von [[Rabenberg]] besaß das Tal lange Zeit einen erheblichen Bildungsvorsprung gegenüber anderen Regionen. Rabenberg war als Studentenstadt weithin bekannt für sein außergewöhnlich breites und praxisnahes Lehrangebot und zog Gelehrte wie Wissbegierige aus ganz [[Atra-Regnum (Kontinent) | Atra-Regnum]] an. Berühmt waren vor allem das geologische und historische Institut. Mit teuren Stipendien wurde zudem die eigene Bevölkerung gefördert.
Mit der [[Noctivagus Akademie | Akademie]] von [[Rabenberg]] besaß das Tal lange Zeit einen erheblichen Bildungsvorsprung gegenüber anderen Regionen. Neben Geologen und Historikern bildete das Tal später auch Ärzte, Wissenschaftler und Zauberer aus. Letzteres vor allem mit dem Fokus auf dunkle Magie, Totenkunde und Nekromantie. Mit teuren Stipendien wurde dabei auch die eigene Bevölkerung gefördert.
 
Als Reaktion auf den Bedeutungsverlust als Bergbauregion wurde die Akademie zur Zeit der ersten Nebraa-Herrschaft dann stark erweitert. Ein Lehrstuhl für Medizin wurde geschaffen. Später richtete man neben der wissenschaftlichen Forschung auch Lehrstühle für arkane Künste ein. Neben klassischer Zauberkunde fanden auch dunkle Magie, Totenkunde und Nekromantie im neuen Noctivagus Kolleg ihren Platz. Das machte die Akademie zu eine der wenigen offiziellen Lehrstätten für jene Künste auf dem Kontinent.


Während der [[Nekromantenverfolgung]] geriet die Akademie jedoch in Verruf und wurde mit dem Ende der Nebraa-Herrschaft gänzlich geschlossen. Damit sank auch der Bildungsstand im Tal rapide. Verbliebene Fachkräfte wanderten ab und neue Bildungsangebote wurden für die restliche Bevölkerung nicht geschaffen. Bildung blieb ab diesem Punkt wieder den Adligen vorbehalten.
Als Ergebnis der [[Nekromantenverfolgung]] wurde die Akademie gänzlich geschlossen. Damit sank auch der Bildungsstand im Tal rapide. Verbliebene Fachkräfte wanderten ab und neue Bildungsangebote wurden für die restliche Bevölkerung nicht geschaffen. Bildung blieb ab diesem Punkt wieder den Adligen vorbehalten.
 
Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert zugemessen. Mit hochelfischer Förderung wurden nicht nur zwei Schulen in [[Moraquell]] und [[Münzbaden]] eröffnet sondern auch die Akademie in Rabenberg unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet. Diese konzentrierte sich künftig fast ausschließlich auf die magische Ausbildung. Dabei jedoch von klein auf. Lediglich ein kleiner Lehrstuhl für Geschichte wurde wieder etabliert. Der medizinische Lehrstuhl zog in das neue Krankenhaus nach Moraquell.


Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Mit hochelfischer Förderung entstanden nicht nur Schulen in [[Moraquell]] und [[Münzbaden]], sondern auch die Akademie in Rabenberg wurde unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet.
Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Mit hochelfischer Förderung entstanden nicht nur Schulen in [[Moraquell]] und [[Münzbaden]], sondern auch die Akademie in Rabenberg wurde unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet.
Dabei änderte sich ihr inhaltlicher Schwerpunkt grundlegend. Die Einrichtung verstand sich fortan nicht mehr als wissenschaftliche Hochschule im klassischen Sinne, sondern als geschlossene Ausbildungsstätte für magisch Begabte. Der Unterricht begann bereits in jungen Jahren und führte die Schüler über aufeinander aufbauende Klassenstufen bis hin zur weiterführenden arkane Spezialisierung.
Allgemeinbildende Fächer wurden nur noch in grundlegender Form vermittelt und dienten vor allem der Einbettung magischer Lehre. Von den einst zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen blieb allein ein stark verkleinerter Lehrstuhl für Geschichte bestehen. Der Lehrstuhl für Medizin zog in das neue Lehrkrankenhaus nach Moraquell. Die unteren Ausbildungsstufen waren im ehemaligen geologischen Institut untergebracht, dessen alte Hallen fortan den ersten Unterricht der Novizen beherbergten.
Von Beginn an nahm die Noctivagus Akademie zudem auch Wesen jenseits der gängigen humanoiden Völker auf. Vampire, Ghoule und andere magische Wesen erhielten hier erstmals Zugang zu einer offiziellen, staatlich geduldeten Ausbildung. Damit war die Akademie die einzige anerkannte Lehrstätte des Kontinents, die sowohl magische Schulbildung als auch akademische Forschung betrieb und dabei bewusst keine Unterscheidung zwischen Lebenden und Untoten machte.


=Politik=
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==Ziele & Ideale==
==Ziele & Ideale==
[verfolgte Ziele und Ideale; Wofür steht das Land?]
Mit der 2. Nebraa-Herrschaft über das Blutquelltal formte sich eine fremdbestimmte Isolationspolitik. Diese zunehmende Isolation wird in gewissen Aspekten gefördert, um das ohnehin weitgehend autarke Tal noch resilienter und unabhängiger zu machen. Darüber hinaus ist das Blutquelltal jedoch sehr offen und tollerant. Es bietet anderweitig Vertriebenen Zuflucht. Hier finden Wesen oder Charaktere mit verpöhnten Fähigkeiten jederzeit ein neues Zuhause.


==Außenpolitische Beziehungen==
==Außenpolitische Beziehungen==
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[Geschichte: Abriss von Gründung bis Auflösung]
Das Blutquelltal blickt auf eine lange Geschichte zurück. In der 1. Ära herrschte das [[Haus Trinistad | Fürstenhaus Trinistad]] über die damals noch als [[Morasprung-Tal | Morasprung-Tal]] bekannte Region. Während des [[Blutquellkrieg | Blutquellkrieges]] endete ihre Dynastie und das Tal erhielt seinen heutigen Namen. Das Tal fiel daraufhin [[Haus Nebraa | Haus Nebraa]] zu. Sie ehrten die alten Herrscher und etablierten zeitgleich eine stabilie nekromantische Herrschaft. Unter ihnen entwickelte sich der [[Nebraa-Totenkult | Nebraa-Totenkult]] in der Region. Im 359. Jahr der 2.Ära endete ihre Herrschaft jedoch, als das Adelshaus den Nekromantenverfolgungen zum Opfer fiel. Fortan übernahmen kaiserliche Präfekten die Herrschaft. Sie konnten jedoch nicht an die vergangene Zeit anknüpfen. Durch hohe Abgaben verarmte das einst blühende Tal nach und nach. Dies sollte sich erst im 10. Jahr der 3. Ära enden, als [[Xenos Nebraa | Xenos Nebraa]] das Fürstentum zugesprochen bekam. Er etablierte die alten Traditionen erneut. Das stieß zunächst nicht bei breite Zustimmung doch führte das Tal in eine erneute Blütezeit.


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Die bekannteste Legende des Blutquelltales ist die rund um das [[Blutquellritual]], welches dem Tal seinen heutigen Namen gab. Es gibt noch zahlreiche weitere Legenden und Mythen. Beispielhaft hierfür wären die diversen Erzählungen um die alte Zwergenstadt [[Valkyns Tor]]. Von unendlichen Reichtümern, über die letzte Zuflucht der [[Zwerge]] bis hin zu dort gebannten [[Vampire | Vampiren]] oder schlimmeren Bestien.
Die bekannteste Legende des Blutquelltales ist die rund um das [[Blutquellritual]], welches dem Tal seinen heutigen Namen gab. Es gibt noch zahlreiche weitere Legenden und Mythen. Beispielhaft hierfür wären die diversen Erzählungen um die alte Zwergenstadt [[Valkyns Tor]]. Von unendlichen Reichtümern, über die letzte Zuflucht der [[Zwerge]] bis hin zu dort gebannten [[Vampire | Vampiren]] oder schlimmeren Bestien.
[[Category: Länder]]
[[Category: Geografie]]

Aktuelle Version vom 15. Juni 2026, 09:10 Uhr

Blutquelltal
Blutquelltal - von Mika Nebraa
Hauptstadt Nekropole Falkenbach
Gebietsbezeichnung Fürstentum
Herrschaftsform Halbautonome Region
Wirtschaftsform Feudalismus
Herrschaftsform Absolute Monarchie
Herrscher Xenos Nebraa
Währung Gredim
Religion Nebraa-Totenkult
Nachbarn Radonum Forst

Das Blutquelltal ist eine Region im Kaiserreich, mit langer, teils dunkler Geschichte. Gelegen im Neavor-Gebirge, grenzt es an den Radonum Forst. Das Tal gehört zum im 10. Jahr der 3. Ära gegründeten Freien Fürstentum Nebraa und genießt durch besondere Vereinbarungen weitreichende Autonomie gegenüber des Kaiserreiches. So ist die Region von den sonst gültigen kaiserlichen Gesetzen befreit, was unter anderem ermöglicht, dass Nekromantie oder andere dunkle Künste innerhalb des Tals erlaubt sind. Das wiederum ermöglicht eine auf dem Kontinent einmalige Gesellschaftsform und Entwicklung. Beispielhaft hierfür sind der im Tal praktizierte Nebraa-Totenkult, die geduldete Vampirherrschaft in Rabenberg oder auch die dort ansässige Noctivagus Akademie.

Grundlegende Informationen

Topografie

Das Blutquelltal ist das größte Tal des Neavor-Gebirges. Es erstreckt sich um fast 150 Kilometer in das Bergmassiv hinein, wobei das Tal sich ebenfalls stetig anhebt, je tiefer man hinein geht. Die stärksten Erhebungen liegen zwischen den Ruinen von Schloss Trinistad und der Nekropole Falkenbach und ziehen sich hinüber bis zur Rotburg und nach Aurelium, wo dann sogar Steilwände die Landschaft durchbrechen. Ein erneut starker Anstieg ereignet sich erst um Morafurt und schließt das Tal nach Norden hin ab.

Durch das Tal bahnt sich die Mora ihren Lauf. Dieser für Atra-Regnum bedeutende Fluss hat seinen Ursprung weit nördlich von Morafurt und wächst schnell auf stattliche Größe an, sodass er seither eine natürliche Barriere bildet. Der reißende Bach beruhigt sich erstmals rund um Rabenberg, wo er fast schon einen tief in die Erde eingefurchten See zu bilden scheint. Hinter Viktorhütte nimmt die Mora dann jedoch wieder fahrt auf und wird zu einem immer tiefer werdenden, reißenden Bergfluss, welcher sich erst am Ausgang des Tals wieder etwas beruhigt. Bei Moraquell mündet zudem der Falkenbach in die Mora. Ein nicht weniger schneller Gebirgsfluss, der weiter nordwestlich entspringt und parallel zur Mora verläuft.

Die Grenzen des Tals sind durch steile Schieferhänge leicht auszumachen, bevor die Vegetation völlig verschwindet und den fast schon schwarzen, steil empor ragenden, Wind und Wetter ausgesetzten Gabbro freigibt, aus dem das Neavor-Gebirge hauptsächlich besteht. Neben der südlich gelegenen Öffnung ins Tal gibt es nur eine offizielle Passage durch das Gebirge. Sie verbindet das Blutquelltal mit dem Radonum Forst und beginnt in der Nekropole Falkenbach. Darüber hinaus gibt es nur wenige unerschlossene Wege tiefer hinein ins Gebirge.

Demografie & Einwohner

Das Blutquelltal wird fast ausschließlich von Menschen bewohnt. Die größte Gruppe bilden dabei die Hal-Mar. Während der ersten und zweiten Nebraa-Herrschaft über das Tal bewohnen zudem viele Untote und andere Kreaturen legal das Tal. Gerade die Untoten sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Sie sind durch den nekromantischen Einfluss und den einmaligen Totenkult gut integriert und können ein verhältnismäßig freies Unleben führen. Zudem sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Sie arbeiten in den Wäldern, helfen auf Baustellen oder schuften in den Bergen. Auch für die Verteidigung der Region sind sie elementar. Beseelte Untote führen sogar Geschäfte, leiten Einsatztrupps oder treiben die Forschung voran. Sie stehen den Lebenden in nichts nach.

Während Dunkelelfen und Dämonen sich aufgrund des Blutquellfluches nicht im Tal niederlassen, gibt es zahlreiche Minderheiten an Wesen, die im Rest Atra-Regnums weniger gern gesehen sind. Diese leben auch verhältnismäßig offen, statt sich zu verstecken, wie es sonst für sie üblich wäre. Beispiele hierfür sind Vampire, Ghoule, Werwölfe oder auch Geist- und Mischwesen.

Die größte Stadt des Tals ist Moraquell, welches während der Präfektur-Zeit Hauptstadt war. Weitere große Städte sind Münzbaden und Rabenberg. Zählt man auch die Untoten hinzu, ist Nekropole Falkenbach, die neue Hauptstadt des Blutquelltals, die größte Stadt. Andernfalls ist sie eine der kleinsten Städte der Region, auch wenn sie Kapazitäten für viel mehr Bevölkerung hätte.

Militär

Fürstentum Morasprung In der Zeit des Fürstentums Trinistad hatte das damalige Morasprung-Tal ein sehr gut ausgebildetes und ausgerüstetes Heer von knapp 800 Mann. Durch die anhaltende latente Bedrohung durch die Dunkelelfen und die instabile Zeit im Kaiserreich war dies auch zwingend nötig. Glücklicherweise war das Tal recht wohlhabend und konnte sich ein gutes Militär leisten. Schlussendlich machte sich das bezahlt als im Zuge des Sudamekrieges die Dunkelelfen tatsächlich versuchten das Tal im daraufhin ausbrechenden Blutquellkrieg einzunehmen.

Fürstentum Nebraa Nachdem das ursprüngliche Morasprung-Heer im Grunde vernichtet war, bauten die Nebraa-Fürsten eine neue Streitmacht auf. Diese war jedoch wesentlich kleiner, da man sich auf den Wiederaufbau und Ausbau der Region konzentrierte. Zudem fiel die Bedrohung durch die Dunkelelfen weg und auch das Kaiserreich befand sich in einer Phase der Stabilisierung. Ein kleines Militär war daher ausreichend. Die Besonderheit der neuen Streitkräfte war allerdings, dass sie fast vollständig aus Untoten des etablierten Totenkultes bestanden.

Präfektur Blutquelltal Nach dem Ende der Nebraa-Herrschaft war auch das Militär in der Region nicht mehr vorhanden. Die Region stand nun unter der Leitung von Präfekten, die direkt dem Kaiser unterstellt waren. Eigene Streitkräfte wurden daher für überflüssig empfunden. Die Regionalverteidigung setzte sich im Ernstfall aus Stadtwachen und Milizen zusammen, bis kaiserliche Truppen das Tal erreichten. Das änderte sich auch nicht mit dem Beginn der dunklen Konvergenz. Zu diesem Zeitpunkt wurde zwar noch versucht ein fester Trupp zu etablieren, allerdings fehlte es an militärischer Führung und Ausbildung sowie an finanziellen Mitteln.

Freies Fürstentum Nebraa Als Xenos die Herrschaft über das Blutquelltal übernahm, brachte er einige adäquate Kämpfer mit sich. Außerdem reaktivierte er die untote Verteidigung des alten Fürstentums, sofern diese noch vorhanden war. In der folgenden Zeit baute er die Streitkräfte des Tals stark aus. Dabei setzt der junge Nekromant vor allem auf Masse statt Qualität. So hat das Blutquelltal zeitweise ein Heer von mehr als 10000 Soldaten. Diese dienten vorrangig zur Unterstützung außerhalb des Tals. Das Tal war selbst war weiterhin vor den Dunkelelfen geschützt und auch sicher vor den Dämonen der dunklen Konvergenz. Erst später rückte die Verteidigung wieder in den Fokus der Streitkräfte. Mit dem verpöhnten Einsatz Untoter hatte das Tal viele Feinde über sich gebracht.

Technologisches Niveau

Als das Blutquelltal noch unter dem Namen Moraquell-Tal bekannt war, war es einer der Vorreiter im Bergbau. Das reiche Tal hatte genügend Mittel sogar selbst zu forschen. Im Kaiserreich waren Vorarbeiter, Mineure und auch Ingenieure aus dieser Region sehr gefragt. Im Laufe der Zeit und mit der Verarmung der Region fiel das Tal jedoch auch in seiner Entwicklung zurück und galt lange als eher rückständig und provinzial. Erst mit Beginn der zweiten Nebraa-Herrschaft steuert das Tal langsam in eine neue Blütezeit zu. Maßgebende Faktoren sind die zurückkehrende Wirtschaftsleistung der Region durch den Einsatz von Untoten als auch die Förderung durch hochelfische Sponsoren wie Tenzo Nagajashi. So arbeitet sich das Blutquelltal stetig wieder voran, um ein neues fortschrittliches Niveau zu erreichen.

Bildung

Mit der Akademie von Rabenberg besaß das Tal lange Zeit einen erheblichen Bildungsvorsprung gegenüber anderen Regionen. Neben Geologen und Historikern bildete das Tal später auch Ärzte, Wissenschaftler und Zauberer aus. Letzteres vor allem mit dem Fokus auf dunkle Magie, Totenkunde und Nekromantie. Mit teuren Stipendien wurde dabei auch die eigene Bevölkerung gefördert.

Als Ergebnis der Nekromantenverfolgung wurde die Akademie gänzlich geschlossen. Damit sank auch der Bildungsstand im Tal rapide. Verbliebene Fachkräfte wanderten ab und neue Bildungsangebote wurden für die restliche Bevölkerung nicht geschaffen. Bildung blieb ab diesem Punkt wieder den Adligen vorbehalten.

Als schließlich die zweite Nebraa-Herrschaft als freies Fürstentum begann, wurde der Bildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Mit hochelfischer Förderung entstanden nicht nur Schulen in Moraquell und Münzbaden, sondern auch die Akademie in Rabenberg wurde unter dem Namen Noctivagus Akademie neu gegründet.

Politik

Hierarchische Struktur

Während der Zeit der Präfektur unterstand das Tal einem kaiserlichen Präfekten. Da das Gebiet zugleich zwei Grafschaften und eine Baronie umfasste, war dieser regelmäßig gezwungen, sich mit den drei Adligen abzustimmen, die ihm rangmäßig eigentlich höhergestellt waren. Da der Präfekt jedoch direkt dem Kaiser diente, konnte er in entscheidenden Situationen dennoch genügend Autorität ausüben, um die Adligen zu übergehen. Diese widersprüchliche Machtverteilung führte zu erheblichen politischen Spannungen, sodass sich die einzelnen Grafschaften zunehmend voneinander und von der Zentralverwaltung isolierten.

Mit dem Übergang zum Freien Fürstentum Nebraa wurde die hierarchische Ordnung neu geregelt. An der Spitze stand fortan der Fürst selbst, in Person von Xenos Nebraa, dem die Adligen nun eindeutig untergeordnet waren. Als absolutistischer Herrscher konnte er Entscheidungen gänzlich allein treffen, ohne die anderen Gebiete formell einzubeziehen. Um die verhärteten Fronten der Vergangenheit jedoch aufzubrechen, legte Xenos großen Wert darauf, die Adligen nicht vollständig auszuschließen. Zu diesem Zweck etablierte er einen Rat mit Sitz in Moraquell, um einen regelmäßigen Austausch mit den anderen Herrschern und Stadtsprechern des Tals zu ermöglichen. Der Rat besaß zwar keinerlei Entscheidungsgewalt, doch wurden seine Vorschläge und Einwände ernsthaft geprüft und flossen nicht selten in die finalen Beschlüsse ein.

Ziele & Ideale

Mit der 2. Nebraa-Herrschaft über das Blutquelltal formte sich eine fremdbestimmte Isolationspolitik. Diese zunehmende Isolation wird in gewissen Aspekten gefördert, um das ohnehin weitgehend autarke Tal noch resilienter und unabhängiger zu machen. Darüber hinaus ist das Blutquelltal jedoch sehr offen und tollerant. Es bietet anderweitig Vertriebenen Zuflucht. Hier finden Wesen oder Charaktere mit verpöhnten Fähigkeiten jederzeit ein neues Zuhause.

Außenpolitische Beziehungen

Das Blutquelltal nimmt außenpolitisch eine schwierige Stellung ein. Mit seiner offen nekromantischen Führung und der daraus resultierenden morbiden Gesellschaftsform ist das Fürstentum starker Ablehnung und Anfeindung ausgesetzt. Wenngleich die Nekromantie im Kaiserreich nicht mehr verboten ist, gilt sie weiterhin als geächtet. Hinzu kommt, dass das Tal seine Rechte als freies Fürstentum bewusst weit auslegt, was ebenfalls vielerorts auf Missfallen stößt. Dazu zählt insbesondere die Tolerierung sowie die Gewährung von Zuflucht für Vampire und andere gemeinhin als böse erachtete Wesen.

Aus diesen Gründen ist das Blutquelltal politisch weitgehend isoliert. Diese Isolation wird jedoch nicht nur hingenommen, sondern aktiv akzeptiert. Das Fürstentum verfolgt eine ausdrücklich isolationistische Politik und zeigt wenig Interesse daran, diese Haltung aufzugeben. Durch den Einsatz und die Unterstützung der Untoten ist das Tal in der Lage, sich größtenteils selbst zu versorgen und zugleich einen gewissen Wohlstand wiederaufzubauen. Entsprechend bestehen nur wenige, gezielt kontrollierte Handelswege. Trotz aller Vorbehalte bleibt das Interesse an Gold und Rohstoffen aus dem Tal bei vielen Nachbarn ungebrochen. Anzumerken ist zudem, dass die Dunkelelfen jenseits des Neavor-Gebirges dem Blutquelltal offener gegenüberstehen als die meisten menschlichen Reiche innerhalb des Kaiserreiches.

Inmitten dieser weitgehenden Ablehnung besteht lediglich ein Bündnis mit dem Fürstentum Keysuke. Dieses konnte sich die Nebraa-Fürstenfamilie durch die lange gemeinsame Geschichte beider Häuser bewahren. Obwohl auch die Familie Keysuke Vorbehalte gegenüber der Nekromantie hat, war sie es, die eine Erneuerung des Bündnisses ohne Zögern anbot.

Einfluss auf Politik

Für das Kaiserreich ist das Blutquelltal seit jeher eine wichtige Einnahmequelle. Die geleisteten Abgaben des Tals waren schon immer höher als die vieler anderer Regionen. Insbesondere während der Präfektur-Zeit wurden unverhältnismäßig hohe Abgaben geleistet, welches zu Investitionsstau im Blutquelltal führte und somit zu Abwanderung und Wirtschaftseinbruch. Somit schwand auch zunehmend die Menge an Abgaben und die Bedeutung der Region für das Kaiserreich nahm ab.

Mit der zweiten Nebraa-Herrschaft gewann das Blutquelltal schlagartig wieder an Bedeutung. Nicht zwingend aus finanzieller aber aus kulturell-gesellschaftlicher Sicht. Die Region sorgte plötzlich auf dem ganzen Kontinent für Gesprächsstoff in politischen Runden. Grund war auch hier die neue nekromantische Regierung und ihre bis dahin einmaligen gesellschaftlichen und sozial-ökononischen Änderungen, die allem widersprachen, was auf dem Rest des Kontinentes galt. Dazu gehörten Überzeugungen, Glaubenssätze, Weltanschauungen und Gesetze. Die Empörung war groß.

Wirtschaft

Ressourcen

Das Blutquelltal ist ein ressourcenreiches Land. Mitten im Neavor-Gebirge gelegen hat es einfachen Zugang zu den reichen Schätzen des Gebirges. In Aurelium und Auris befinden sich lukrative Goldminen. Zinnober und Amethysten stammen aus Drakenheim, wobei die Stadt hauptsächlich die Kohle für das Tal bereit stellt. Aber zunehmend wird auch hier Gold gefördert. Weliasschenk ist wiederum weit bekannt für ihre Edelsteinminen. Neben den Schätzen der Berge verfügt das Tal über üppige Wälder. Hier wachsen Neavor-Tannen und -Kiefern sowie Radonum-Eichen. Die Eichen kommen im Kaiserreich ausschließlich im Blutquelltal vor. Diese drei Baumarten liefern starkes und robustes Holz mit einzigartiger Färbung und Maserung, was sie als Bauholz sehr gefragt macht. Als Baumaterial wird zudem Gabbro und Basalt aus dem Neavor-Gebirge abgebaut. Als Akzentgeber ist außerdem der um Rotburg vorkommende rote Granit lange Zeit beliebt gewesen. Des weiteren gedeihen im oberen Tal sowie im Gebirge Heilkräuter, die Flüsse sind reich an Fischen und die Region gut mit Wild bestückt.

Landwirtschaft & Industrie

Landwirtschaftlich ist das Blutquelltal weniger stark aufgestellt. Große Ackerflächen gibt es lediglich in der Grafschaft Münzbaden, welche wiederum die Minenstädte talaufwärts teilweise mitversorgen. Vereinzelt gibt es noch Viehweiden so wie auf Toraqs Hang oder nördlich von Morafurt. Ansonsten versorgen sich viele Familien mit kleinen Gärten oder einem überschaubaren Viehbestand selbst. Auch Jagd und Fischfang spielen hierfür eine wichtige Rolle.

Was dem Tal an landwirtschaftlichen Kapazitäten fehlt, gleicht es mit dem Bergbau aus. Die Reichtümer des Neavor-Gebirges versorgen die Einwohner. In zahlreichen Minen fördern sie Gold und Edelsteine, die auch direkt im Tal weiterverarbeitet werden. Gold wird in Viktorhütte geschmolzen oder auch direkt in Aurelium und Auris, bevor es in Münzbaden weiterverarbeitet wird. Schmuckschmieden finden sich hauptsächlich in Weliasschenk aber auch in Dunkelwald und Münzbaden.

Infrastruktur

Das Wegenetz im Blutquelltal ist überschaubar aber in solidem Zustand. Das ist auch wichtig, da die Region abseits der Wege kaum passierbar ist. Viele Karren reisen über diese dennoch holprigen Straßen. Nördlich von Moraquell kommen große Gespanne an ihre Grenzen. Will man alle anderen Städte erreichen, sollte man eher auf kleinere Wagen setzen. Als gut befahrbar kann von hieraus höchstens noch die Hauptstraße nach Aurelium und hoch nach Rabenberg über Dunkelwald, Weliasschenk]] und Viktorhütte angesehen werden. Will man noch weiter nach Norden, hat es ein Fuhrwerk sehr schwer. Seitdem die Mine in Valkyns Tor aufgegeben wurde, wird in die Wege nicht mehr investiert. Hier kommen hauptsächlich Packtiere zum Einsatz.

Für größere Gütermengen werden daher vor allem Schiffe genutzt. Diese robusten Schiffe erklimmen von Münzbaden aus den wilden Gebirgsfluss und laufen Moraquell und Dunkelwald an. Weiter ist die Mora aufgrund der starken Strömung selbst für diese Schiffe nicht befahrbar. Daher dient Dunkelwald als Umschlagsplatz für alle Güter aus und für den weiteren Norden des Blutquelltals.

Handel

Das Blutquelltal exportiert einen Großteil des geförderten Goldes und der anderen Mineralien. Das ist die Haupteinnahmequelle für die Region. Während der schwierigen Präfektur-Zeit sind die Einnahmen durch die rückläufigen Bergbau jedoch eingebrochen. Erst mit der zweiten Nebraa-Herrschaft stiegen die Exporte wieder und der Handel begann wieder zu florieren. Und das, obwohl die neue Regierung von vielen Nachbarn und Handelspartnern missbilligt wird.

Mit den aus den Exporten gewonnenen finanziellen Mitteln wurde früher vor allem Nahrung für die Bewohner des Tals zugekauft. Aufgrund der geringeren Bevölkerung kann sich das Tal heutzutage allerdings größtenteils selbst versorgen. Dennoch bleibt Nahrung Hauptimportgut. Neben dem werden jüngst vor allem Bekleidung, Salz und medizinische Güter wie Verbände oder Nähmaterial importiert. Diese Ressourcen werden für die Versorgung der Untoten im Tal benötigt. Dennoch bereitet der Exportüberschuss dem Tal einen insgesamt wachsenden Wohlstand.

Geschichte

Das Blutquelltal blickt auf eine lange Geschichte zurück. In der 1. Ära herrschte das Fürstenhaus Trinistad über die damals noch als Morasprung-Tal bekannte Region. Während des Blutquellkrieges endete ihre Dynastie und das Tal erhielt seinen heutigen Namen. Das Tal fiel daraufhin Haus Nebraa zu. Sie ehrten die alten Herrscher und etablierten zeitgleich eine stabilie nekromantische Herrschaft. Unter ihnen entwickelte sich der Nebraa-Totenkult in der Region. Im 359. Jahr der 2.Ära endete ihre Herrschaft jedoch, als das Adelshaus den Nekromantenverfolgungen zum Opfer fiel. Fortan übernahmen kaiserliche Präfekten die Herrschaft. Sie konnten jedoch nicht an die vergangene Zeit anknüpfen. Durch hohe Abgaben verarmte das einst blühende Tal nach und nach. Dies sollte sich erst im 10. Jahr der 3. Ära enden, als Xenos Nebraa das Fürstentum zugesprochen bekam. Er etablierte die alten Traditionen erneut. Das stieß zunächst nicht bei breite Zustimmung doch führte das Tal in eine erneute Blütezeit.

Religion

Wie im Rest des Kaiserreiches verehrte man im Blutquelltal stets das göttliche Pantheon. Dieses galt als Hauptreligion und wurde von den Machthabern gefördert. Das gipfelte unter anderem im Bau der Kathedrale von Moraquell oder der Felsenkirchen in Weliasschenk. Allerdings waren Andersgläubige und Kulte von Dämonenfürsten ebenfalls schon immer ein Teil des Tals. Anders als in anderen Teilen des Kontinentes, wurden diese Gruppen allerdings nie verfolgt. Ihr Glauben wurde gebilligt, wenn er auch aus der Öffentlichkeit heraus gehalten wurde. Lediglich als die Nekromantenverfolgung das Tal erreichte, wurden auch jene Gruppen temporär stark bekämpft. Sie verschwanden jedoch nie.

Mit der zweiten Nebraaherrschaft wurde die staatliche Unterstützung und Förderung für Religionen beendet. Glaubensgemeinschaften mussten sich fortan selbst tragen und alle Gläubigen wurden damit auf das gleiche Level gestellt. Das göttliche Pantheon wurde als wegweisende Religion abgelöst durch den Nebraa-Totenkult, der statt göttlicher Wesen die fortdauernde Existenz und Wiederkehr der Verstorbenen ins Zentrum stellte. Das führte zu Umwälzungen in den religiösen Ansichten der Bevölkerung. Der Einfluss klassischer Verehrungen schwand und jede Region entwickelte sich anders. Während beispielhaft Welia weiterhin Haupt- und Schutzgottheit von Weliasschenk blieb, konnte die Glaubensgemeinschaft des göttlichen Pantheons in Moraquell den Wiederaufbau ihrer während der | Inquisition zerstörten Kathedrale nicht finanzieren. Ihr Einfluss verringerte sich merklich und mehrere Kulte festigten sich neben dem göttlichen Pantheon in der Hauptstadt des Tals.

Mythen & Legenden

Die bekannteste Legende des Blutquelltales ist die rund um das Blutquellritual, welches dem Tal seinen heutigen Namen gab. Es gibt noch zahlreiche weitere Legenden und Mythen. Beispielhaft hierfür wären die diversen Erzählungen um die alte Zwergenstadt Valkyns Tor. Von unendlichen Reichtümern, über die letzte Zuflucht der Zwerge bis hin zu dort gebannten Vampiren oder schlimmeren Bestien.